CHALKOPHYLLIT, MALACHIT, CUPRIT, Redruth Cornwall England (LARGE CABINET)
Chalkophyllit ist ein seltenes sekundäres Mineral, das aus Kupferarsenat besteht und typischerweise in den oxidierten Zonen bestimmter arsenreicher Kupferlagerstätten vorkommt. Ursprünglich aus Proben in Deutschland identifiziert, wurde es zuvor als Tamarit bezeichnet, wenn es aus Wheal Tamar in Cornwall, England, stammte, obwohl diese Bezeichnung heute obsolet ist und nicht mit dem eigenständigen Amphibolmineral Taramit verwechselt werden sollte. Der Name Chalkophyllit leitet sich von den griechischen Wörtern für „Kupfer“ und „Blatt“ ab, was seine Zusammensetzung und geschichtete Struktur hervorhebt. Die Literatur präsentiert zwei verschiedene chemische Formeln für Chalkophyllit: Cu18Al2(AsO4)4(SO4)3(OH)24·36(H2O) mit einer molaren Masse von 3098 g und Cu18Al2(AsO4)3(SO4)3(OH)27·33(H2O) mit einer molaren Masse von 2956 g, was auf eine Variabilität des Wassergehalts hinweist, die durch die Umgebungsfeuchtigkeit beeinflusst wird.
Malachit ist ein Mineral, das aus Kupfercarbonathydroxid besteht und durch die chemische Formel Cu2CO3(OH)2 dargestellt wird. Dieses undurchsichtige Mineral weist ausgeprägte grüne Bänder auf und kristallisiert im monoklinen System. Es bildet sich typischerweise in botryoidalen, faserigen oder stalagmitischen Formen in Brüchen und unterirdischen Umgebungen, wo das Vorhandensein von hydrothermalen Flüssigkeiten und der Grundwasserspiegel die chemische Ausfällung erleichtern. Während einzelne Kristalle selten sind, können sie als schlanke oder nadelförmige Prismen erscheinen, und Pseudomorphosen, die eher tafelartigen oder blockigen Azuritkristallen ähneln, werden ebenfalls gefunden.
Kuprit ist ein Kupfer(I)-oxid-Mineral, genauer Cu2O, und dient als geringfügige Kupferquelle. Es weist dunkle Kristalle auf, die rote interne Reflexionen zeigen und gehört zur hexoktaedrischen Klasse des isometrischen Systems, wobei es in kubischen, oktaedrischen oder dodekaedrischen Formen, oft in verschiedenen Kombinationen, vorliegt. Durchdringungszwillinge sind häufig. Trotz seiner ansprechenden Farbe wird Kuprit aufgrund seiner relativ geringen Mohs-Härte von 3,5 bis 4 selten in Schmuck verwendet. Es besitzt eine hohe spezifische Dichte von 6,1, weist eine unvollkommene Spaltbarkeit auf und ist spröde mit einem muscheligen Bruch. Der Glanz des Minerals reicht von submetallisch bis brillant diamantartig. Die Varietät „Chalkotrichit“, abgeleitet aus dem Altgriechischen und „Plüsch-Kupfererz“ bedeutend, zeichnet sich durch längliche, nadelförmige Kristallformationen aus, die parallel zur [001]-Richtung ausgerichtet sind.