OKENIT-ARAGONIT, Poona, INDIEN (large cabinet)
Aragonit ist ein Karbonatmineral und zählt neben Calcit und Vaterit zu den drei häufigsten natürlichen Kristallformen von Kalziumkarbonat (CaCO3). Es entsteht sowohl durch biologische als auch physikalische Prozesse, hauptsächlich durch Ausfällung in marinen und Süßwasserumgebungen.
Die Kristallstruktur von Aragonit unterscheidet sich von der des Calcits, was zu einer einzigartigen Kristallmorphologie führt, die durch ein orthorhombisches System und nadelartige Kristalle gekennzeichnet ist. Dieses Mineral weist oft wiederholte Zwillingsbildung auf, die pseudohexagonale Formen erzeugen kann. Aragonit kann in säulenförmigen oder faserigen Formen erscheinen und gelegentlich verzweigte Heliktit-Formen annehmen, die als Flos-ferri bekannt sind, benannt nach ihrer Verbindung zu den in den Kärntner Eisenbergwerken gefundenen Erzen.
Okenit (CaSi2O5·2H2O) ist ein Silikatmineral, das typischerweise in Verbindung mit Zeolithen gefunden wird. Es wird hauptsächlich in kleinen, weißen, baumwollartigen Formationen in Basaltgeoden entdeckt, die aus Büscheln von geraden, strahlenförmigen, faserigen Kristallen bestehen, die sowohl flexibel als auch zerbrechlich sind. Zusätzlich wird Okenit der Familie der Calciumsilikathydrate (C-S-H) zugeordnet, die häufig in gehärtetem Zementleim vorhanden sind. In der Zementchemie-Notation (CCN) wird es als CaO·2SiO2·2H2O dargestellt und als CS2H2 abgekürzt.