OPAL BOULDER, COOBER PEDY, AUSTRALIEN (Kabinettsstück)
Opal ist eine wasserhaltige, amorphe Varietät von Siliciumdioxid (SiO2·nH2O), deren Wassergehalt zwischen 3 % und 21 % des Gewichts variiert, typischerweise jedoch zwischen 6 % und 10 % liegt. Aufgrund seiner amorphen Struktur wird er als Mineraloid eingestuft, im Gegensatz zu kristallinem Siliciumdioxid, das als Mineral klassifiziert wird. Opal bildet sich bei relativ niedrigen Temperaturen und ist in den Spalten verschiedener Gesteinsarten zu finden, am häufigsten in Verbindung mit Limonit, Sandstein, Rhyolith, Mergel und Basalt.
Es wird angenommen, dass der Begriff "Opal" vom Sanskrit-Wort "upala" (उपल) abstammt, was "Juwel" bedeutet, und sich später zum griechischen Begriff "opállios" (ὀπάλλιος) entwickelte.
Opal kann in zwei Hauptkategorien unterteilt werden: Edelopal und Gemeiner Opal. Edelopal zeigt ein Farbenspiel (Irisieren), während Gemeiner Opal dies nicht tut. Farbenspiel bezieht sich auf einen pseudo-chromatischen optischen Effekt, der bei bestimmten Mineralien, wenn sie weißem Licht ausgesetzt werden, farbige Lichtblitze erzeugt. Die innere Struktur von Edelopal ermöglicht es ihm, Licht zu beugen und diesen Effekt zu erzeugen. Je nach seinen Entstehungsbedingungen kann Opal transparent, durchscheinend oder undurchsichtig sein, mit Hintergrundfarben, die von Weiß bis Schwarz und nahezu jedem Farbton im visuellen Spektrum reichen. Unter diesen gilt der schwarze Opal als der seltenste, während weiße, graue und grüne Opale am häufigsten vorkommen.