PYROXEN, MOUNT KOASHVA, CHIBINY-KOMPLEX, KOLA, RUSSLAND (Miniatur)
Pyroxen ist eine Gruppe von Inosilikaten, die durch die allgemeine Formel XY(Si, Al)2O6 gekennzeichnet ist, wobei X größere Kationen wie Calcium, Natrium, Eisen(II) und Magnesium darstellt, mit gelegentlichem Vorkommen von Zink, Mangan und Lithium. Die Y-Position enthält typischerweise kleinere Ionen wie Chrom, Aluminium, Eisen(III), Magnesium, Mangan, Scandium, Titan, Vanadium und manchmal Eisen(II). Bemerkenswerterweise kann Aluminium in verschiedenen Silikaten Silizium ersetzen, tut dies aber bei Pyroxenen selten. Die Struktur der Pyroxene weist Ketten von SiO3-Tetraedern auf, die ihre Richtung abwechseln und so ein sich wiederholendes Muster von linker und rechter Ausrichtung erzeugen. Diese Anordnung ähnelt einer Reihe von miteinander verbundenen dreiseitigen Pyramiden, was zum prismatischen bis faserigen Aussehen der Minerale beiträgt. Die Winkel, die von den tetraedrischen Pyramiden gebildet werden, führen zu Spaltwinkeln von nahezu 90 Grad, genauer gesagt 93 und 87 Grad. Pyroxene sind eng mit der Pyroxenoid-Gruppe verwandt, die eine ähnliche Kettenstruktur aufweist, aber ausgeprägtere Knicke zeigt. Als wichtige Bestandteile vieler magmatischer und metamorpher Gesteine weisen Pyroxene auf Hochtemperatur-Kristallisationsbedingungen hin, typischerweise ohne Wasser; wäre Wasser vorhanden, würden sich wahrscheinlich Amphibole bilden. Der Begriff „Pyroxen“ leitet sich von griechischen Wörtern ab, die „Feuer“ und „Fremder“ bedeuten, was ihr unerwartetes Vorkommen in vulkanischen Laven widerspiegelt, wo sie manchmal als Kristalle in vulkanischem Glas gefunden werden können, was zu der falschen Vorstellung führte, dass es sich um bloße Verunreinigungen handelt.