RATHIT, DUFRENOYSIT, REALGAR, Lengenbach Steinbruch Fäld Binn Goms Wallis SCHWEIZ (Miniatur)
Ein sehr seltenes und älteres Exemplar aus dem Lengenbach-Steinbruch.
Mikroskopische Untersuchungen zeigen, dass dieses Exemplar Folgendes enthalten könnte:
Rathit ist ein außergewöhnlich seltenes Mineral, das in die Kategorie der "Sulfide und Sulfosalze" eingeordnet wird. Es zeichnet sich durch seine komplexe chemische Formel Ag2Pb12−xTlx/2As18+x/2S40 aus und ist somit ein Silber-Thallium-Sulfarsenid. Dieses Mineral kristallisiert im monoklinen System und bildet große, prismatische Kristalle, die einen metallischen Glanz aufweisen, der an Sartorit erinnert. Rathit ist typischerweise bleigrau gefärbt, kann eine irisierende Patina entwickeln und erscheint unter reflektiertem Licht graulich-weiß mit tiefroten Reflexionen, während seine Strichfarbe ein markantes Schokoladenbraun ist. Rathit wurde erstmals in Mineralproben aus der Grube Lengenbach im Binntal des Schweizer Kantons Wallis identifiziert, wobei die Analyse und Erstbeschreibung 1896 von Heinrich Adolph Baumhauer durchgeführt wurde, der das Mineral zu Ehren seines Professors Gerhard vom Rath benannte.
Dufrénoysit wurde erstmals in der Grube Lengenbach im Binntal des Schweizer Kantons Wallis identifiziert. Das Mineral wurde 1845 von Augustin Alexis Damour beschrieben, der es zu Ehren des französischen Geologen und Mineralogen Armand Dufrénoy benannte. Im Jahr 1864 untersuchte Julius Berendes die Eigenschaften dieses Minerals in seiner Dissertation weiter.