SIDERIT-RHODOCHROSIT mit CALCIT, CARNIC, RUMÄNIEN (Small Cabinet)
Siderit ist ein Mineral, das aus Eisen(II)-carbonat (FeCO3) besteht und seinen Namen vom altgriechischen Begriff für Eisen, σίδηρος (sídēros), ableitet. Dieses Mineral ist ein wichtiges Eisenerz, das etwa 48 % Eisen enthält und frei von Schwefel und Phosphor ist. Eisen kann durch Elemente wie Zink, Magnesium und Mangan ersetzt werden, was zur Bildung verschiedener fester Lösungsserien führt, darunter Siderit-Smithsonit, Siderit-Magnesit und Siderit-Rhodochrosit. Mit einer Mohshärte von 3,75 bis 4,25 und einem spezifischen Gewicht von 3,96 weist Siderit einen weißen Strich und einen glasigen bis perlmuttartigen Glanz auf. Es wird unterhalb seiner Néel-Temperatur von 37 K (−236 °C) antiferromagnetisch, was seine Identifizierung erleichtert. Siderit kristallisiert im trigonalen System, bildet typischerweise rhomboedrische Kristalle mit gekrümmten und gestreiften Flächen und kann auch in massiven Formen auftreten. Seine Farbe variiert von gelb bis dunkelbraun oder schwarz, wobei die dunkleren Farbtöne oft auf den Mangangehalt zurückzuführen sind. Siderit wird häufig in hydrothermalen Adern gefunden und ist mit Mineralien wie Baryt, Fluorit und Galenit assoziiert. Es tritt häufig als diagenetisches Mineral in Schiefern und Sandsteinen auf, wo es Konkretionen bilden kann, die gut erhaltene Fossilien einschließen können. In sedimentären Umgebungen bildet sich Siderit typischerweise in geringen Vergrabungstiefen, und seine elementare Zusammensetzung spiegelt oft die Bedingungen der umgebenden Sedimente wider. Jüngste Forschungen haben auch die Sauerstoffisotopenzusammensetzung von Sphärosiderit, einer bodenassoziierten Variante, als Indikator für die Isotopenzusammensetzung von meteorischem Wasser kurz nach seiner Ablagerung verwendet.