INDICOLITH (BLAUE ELBAIT-VARIETÄT) in QUARZ. Madagaskar
Indikolith, eine blaue Variante des Elbaits, entsteht unter besonderen geologischen Bedingungen, hauptsächlich in metamorphen Gesteinen oder Pegmatiten. Die faszinierenden Blautöne des Indikolith-Turmalins entstehen durch die Wechselwirkung von Mineralien, die in der Erdkruste erheblicher Hitze und hohem Druck ausgesetzt sind.
Elbait ist ein Natrium-, Lithium- und Aluminium-Borosilikat-Mineral, das durch die chemische Formel Na(Li1.5Al1.5)Al6Si6O18(BO3)3(OH)4 gekennzeichnet ist und zur Turmalin-Gruppe der sechsgliedrigen Ring-Zyklosilikate gehört. Dieses Mineral existiert in drei Reihen: Dravit, Fluor-Liddicoatit und Schörl, was bedeutet, dass natürlich vorkommende Exemplare mit der idealen Endgliederformel selten sind. Als Edelstein ist Elbait wegen seiner vielfältigen Farbpalette und Kristallqualität sehr begehrt. Er wurde erstmals 1913 auf der Insel Elba, Italien, identifiziert und seither in verschiedenen Regionen weltweit gefunden, darunter ein bedeutender Fund 1994 in O'Grady Lakes im Yukon, Kanada. Elbait bildet sich typischerweise in magmatischen und metamorphen Gesteinen, oft zusammen mit Mineralien wie Lepidolith, Mikroklin und Spodumen in Granitpegmatiten, sowie Andalusit und Biotit in Schiefer und Molybdänit und Kassiterit in hydrothermalen Lagerstätten. Dieses Mineral ist allochromatisch, wodurch Spurenverunreinigungen den Kristallen Farbe verleihen können, und es zeigt einen starken Pleochroismus, der ein volles Farbspektrum, manchmal mit mehrfarbiger Zonierung, aufweist. Zusätzlich enthalten einige Elbaitkristalle mikroskopisch kleine nadelförmige Einschlüsse, die beim Schleifen zu Cabochons einen Katzenaugeneffekt erzeugen.