SMITHSONIT, TSUMEB MINE, TSUMEB, OSHIKOTO REGION, NAMIBIA (Kabinettsstufe)
Smithsonit, oder Zinkspat, ist die Mineralform von Zinkkarbonat (ZnCO3). Anfangs wurde es aufgrund seines ähnlichen Aussehens mit Hemimorphit verwechselt, und beide wurden als Calamin bezeichnet, was zu einigen Missverständnissen führte. Das Mineral wurde 1832 von François Sulpice Beudant zu Ehren des englischen Wissenschaftlers James Smithson, der es 1802 erstmals identifizierte, offiziell benannt. Smithsonit tritt typischerweise eher als erdige, botryoidale Massen denn als gut ausgebildete Kristalle auf und hat eine Mohs-Härte von 4,5, mit einer Dichte von 4,4 bis 4,5. Es wird hauptsächlich als sekundäres Mineral in den Verwitterungs- oder Oxidationszonen von zinkhaltigen Erzlagerstätten gefunden und kann auch Verdrängungskörper in Karbonatgesteinen bilden, die zum Zinkerz beitragen. Smithsonit ist oft mit Mineralien wie Hemimorphit, Willemit und Malachit assoziiert und kann begrenzte feste Lösungsserien mit Mangan und Eisen bilden, die zu Rhodochrosit bzw. Siderit führen. Eine bemerkenswerte leuchtend gelbe Varietät, manchmal als „Truthahnfett-Erz“ bezeichnet, erhält ihre Farbe von Greenockit-Einschlüssen in den Kristallen.